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Startseite > Australien (Kontinent)

{{Infobox Kontinent
|Name = Australien
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|Karte-Imagemap = Welt1
|Beschreibung = Lage des Kontinents Australien
|Fläche = 8600000
|Bevölkerung = 36 Millionen
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'''Australien''' als umfasst eine Hauptlandmasse, das Festland, und die vorgelagerten Inseln und . Häufig wird der Kontinent Australien auch zusammen mit den im gelegenen en und insbesondere aus kulturellen und politischen Gründen mit zusammengefasst. Diese erweiterte Region wird als bezeichnet.

Die Hauptlandmasse wurde vormals auch ''Neuholland'' genannt, der Kontinent wird (aus europäischer Sichtweise) als ''Fünfter Kontinent'' gezählt.

Historische Geologie

Der Kontinent Australien liegt auf der , die als Teil der größeren gesehen wird. Neben Australien im engeren Sinne und Neuguinea umfasst diese den nördlichen Teil s sowie den östlichen , den und einen Teil des . Der australische Kontinent bewegt sich heute mit einer Geschwindigkeit von 73 mm pro Jahr in Richtung Nordosten.

Ursprünglich war der Kontinent Australien Teil des südlichen s , der ab der späten vor etwa 230 Millionen Jahren begann, sich wieder aus dem ?Urkontinent? zu lösen.

Im vor etwa 180 Millionen Jahren begann auch Gondwana allmählich in die heutigen ?Südkontinente? zu zerfallen. Zu Beginn der vor etwa 95 Millionen Jahren hatten sich die Kontinentalblöcke , -, Indo-Madagaskar und Australo-Antarktika weitgehend voneinander getrennt. Die jungen Ozeanbecken zwischen diesen Blöcken waren jedoch noch relativ schmal. Im weiteren Verlauf der späten Kreide löste sich von , driftete im rasch nordostwärts und kollidierte im vor rund 50 Mio. Jahren mit . Madagaskar verblieb hingegen in der Nähe Afrikas. Obwohl die früheste Phase der Abspaltung des australischen Kontinents von bereits in der frühen Kreide begann, verblieb er bis zum Paläozän in der Nähe Antarktikas und begann erst im Eozän rasch nordwärts zu wandern. Die Trennung s (mit Neuseeland) von Australo-Antarktika war zu dieser Zeit bereits relativ weit fortgeschritten. Im vor zirka 25 Millionen Jahren kollidierte der australische Kontinent mit einem im Südwestpazifik, dem Vorläufer der heutigen und des Palau-Rückens, wodurch sich die Gebirge Neuguineas auffalteten. Im , vor rund 15 Millionen Jahren, begann der australische Kontinent, den Südostzipfel Eurasiens (d. h. das heutige ) zu streifen, und allmählich bildete sich die heutige Situation heraus. Während des s waren Australien, Neuguinea und Tasmanien aufgrund des weltweit niedrigen Meeresspiegelstandes eine zusammenhängende Landmasse, . Erst vor etwa 12.000 Jahren wurde die geflutet, vor 8000 Jahren schließlich auch die und damit die Landverbindungen zwischen Australien und Tasmanien bzw. Neuguinea.

Geographie

Der Australien umfasst eine Hauptlandmasse, das eigentliche Australien, die vorgelagerten Inseln , , welches auch Papua oder Irian genannt wird, sowie mehrere Inselgruppen und kleinere Inseln wie , , die , die , , die , (?Woodlark?), die , die (?Trobriand-Inseln?) und den . Der nördlichste Punkt liegt direkt am , auf der Insel Kabare, im Süden erstreckt sich der Kontinent bis zum auf Tasmanien bei 43° Süd. Die Ost-West-Ausdehnung reicht vom am 153. Ost bis zum Cape Inscription am 113. Längengrad Ost.

Mit einer Fläche von ist der Kontinent fast so groß wie Europa. Die Landmasse von Australien ohne vorgelagerte Inseln beträgt etwa 7.600.000 km² und ist damit immer noch mehr als dreimal so groß wie die größte der Erde, . Daher wird Australien nur selten als Insel bezeichnet, man findet auch die Bezeichnung ''Inselkontinent''. Folgende Staaten liegen ganz oder teilweise auf dem Kontinent:

  1. (ganz)
  2. (ganz)
  3. (Westteil der Insel )

Australien zeichnet sich durch sein trockenes, flaches Hinterland aus. Im Osten wird das flache Zentrum von der begrenzt, die mit dem eine Höhe von erreicht. Diese Gebirgskette zieht sich bis nach im Südosten. Im dünn besiedelten Westen des Kontinents befinden sich die , wie beispielsweise die . Diese flachen Landschaften werden nur gelegentlich von Erhebungen wie den unterbrochen. Markantes Wahrzeichen des australischen Festlandes ist der Inselberg , an dessen Fuß einige heilige Stätten der liegen.

Im Gegensatz zum Rest des Kontinents befinden sich auf Neuguinea aufgrund der Kollision mit der stark zerklüftete Gebirge. Eine etwa 200 km breite Gebirgskette durchzieht die gesamte Insel von West nach Ost. Hier befinden sich die höchsten Berge des Kontinents, der mit .

Zu den bekanntesten Flüssen Australiens gehören beispielsweise der , , und der . Das Innere ist arm an Süßwasser-Reservoirs, große Salzseen wie der bestimmen die Landschaft. Lake Eyre stellt mit auch die tiefst gelegene Stelle Australiens dar.

Klima

Klimazonen

Aufgrund seiner großen Nord-Süd-Ausdehnung weist der Kontinent von Norden nach Süden drei verschiedene n auf. Neuguinea im äußersten Norden liegt vollständig in den . Aufgrund der Lage knapp südlich des Äquators ist die Insel ganzjährig starken tropischen Regenfällen ausgesetzt. Durchschnittstemperaturen an der Küste liegen hier meist bei etwa 27 °C. In den höheren Gebirgsregionen kann es jedoch auch zu Nachtfrost kommen, die höchsten Gipfel tragen Gletscher. An diese Klimazone schließt sich in Richtung Süden im mittleren Bereich die Zone an. Diese ist nur an der Ost- und Westküste der Hauptlandmasse mit wesentlichem Niederschlag verbunden. Zum Inneren der Landmasse hin ist der Kontinent von semiaridem und aridem Klima geprägt.
Ganz im Süden schließlich reicht der Kontinent in die .

Niederschläge

80 Prozent der Fläche Australiens sind e und Gebiete mit weniger als 250 mm Niederschlag im Jahr. Das Zentrum des Landes bleibt ganzjährig weitgehend trocken. Südostpassatwinde bringen in den Gebirgen des Ostens ganzjährig Steigungsregen.

Im Sommerhalbjahr, das von November bis April andauert, treten in den Küstengebieten im Norden aufgrund eines s und starke Regenfälle auf. Zusätzlich kommt es über der zu . Südaustralien liegt zu dieser Zeit im und bleibt weitgehend niederschlagsfrei.

Das Winterhalbjahr folgt von Mai bis Oktober. Dann ist es im Norden Australiens aufgrund eines s trocken. Der Süden und Südwesten des Kontinents liegen in der , weshalb sie im Winterhalbjahr ausgesetzt sind.

Temperaturen

Seit 1988 ist ein deutlicher Trend zu höheren festzustellen.

Nach Angaben des staatlichen Wetterdienstes geht das Jahr 2005 als das bisher heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnung der Wetterdaten im Jahr 1858 in die australische Geschichte ein. In den ersten zehn Monaten des Jahres 2005 lagen die Werte um 1,04 °C .

Der 1. Januar 2006 wurde in Australien als der heißeste Jahresanfang festgestellt. In Sydney wurden an der offiziellen Station am Observatory Hill um 16:24 Uhr von 44,7 °C gemessen. Der Januar-Temperaturrekord von 45,3 °C vom 14. Januar 1939 blieb jedoch unerreicht.

Flora und Fauna

Auf dem australischen Kontinent, der seit rund 50 Millionen Jahren durch Ozeane von den anderen Kontinenten getrennt ist, konnte sich eine eigene große und entwickeln. Vor allem aufgrund der großen Zahl von und den vielfältigen en gehört Australien zu den n dieser Erde. Innerhalb der Tierwelt sind Australiens beispielhaftes Zeugnis für diese isolierte Entwicklung. Beuteltiere treten ansonsten nur noch in und auf.

Von den rund 20.000 heimischen Pflanzenarten in Australien sind etwa 85 % ausschließlich auf diesem Kontinent zu finden. Typisch für die australische Vegetation sind die - und bäume. Von beiden gibt es über 600 Arten. Der schnellwüchsige und anspruchslose Eukalyptusbaum kommt in den verschiedensten Umgebungen vor, auch im heißen und trockenen Zentralaustralien. Die Größe variiert von Buschhöhe bis zu 90 m. Im Südosten von Australien gibt es ausgedehnte Waldgebiete, die dichteste Vegetation findet sich in den tropischen Regenwäldern im Norden s. Starke Abholzung führt zu einer Gefährdung des Bestandes und bedroht die Artenvielfalt in den Wäldern. In den Trockengebieten Westaustraliens kommt der -Baum vor, der auch Flaschenbaum genannt wird. Dieser Baum kann in seinem Stamm Wasser speichern. Weite Flächen des Landesinneren sind von geprägt. Die bedeutendste Pflanzengesellschaft hier ist das , das etwa ein Viertel der Landesfläche einnimmt.

Typische Vertreter der australischen Tierwelt sind die Beuteltiere. Bekannte Vertreter sind die mit über 40 Arten, der , der , der , die und die Gattung der (Possums). Einzigartig auf der ganzen Welt sind Eier legende Säugetiere (), die nur in Australien und Neuguinea vorkommen. In Australien sind sie vertreten durch das (engl. Platypus) und den (engl. Echidna).

Vor der Besiedlung Australiens durch den Menschen waren Plazentatiere nur durch , , und vertreten. Durch den Menschen eingeführte Tiere wie beispielsweise , , , , , n stellen eine starke Gefährdung für die australische Fauna dar, vor allem für kleinere heimische Säuger, die der Konkurrenz und dem erhöhten Raubdruck nicht gewachsen sind. e wie und machen den einheimischen Tieren den Lebensraum streitig, da für deren Ernährung besonders in den steppen- und wüstenartigen Gebieten riesige Flächen benötigt werden. Die Vogelwelt Australiens mit den zahlreichen Papageien (e, , ) und dem australischen Eisvogel () ist sehr artenreich. Reptilien sind vor allem mit , , n und vertreten. Zwei Drittel aller Schlangenarten, die auf dem australischen Kontinent beheimatet sind, sind giftig.

Zu den Tieren, die dem Menschen akut lebensgefährlich werden können, gehören eine Reihe ganz verschiedenartiger en, allesamt . An Land handelt es sich vornehmlich um Tiere, deren gefährlich ist. Dazu gehören nicht nur die 25 für den Menschen giftigen Schlangenarten aus den der und , sondern auch verschiedene wie (Latrodectus hasselti) und Sydney-Trichternetzspinnen (''''). In den küstennahen n s, des s sowie s droht dem Menschen zudem Gefahr durch e. Im zählen neben giftigen als potenzielle Gefahr.

Einen einzigartigen bildet das vor der Ostküste des , welches mit seiner Länge von 2012 km das größte der Erde ist. Die intensiv betriebene industrielle in den umliegenden Gewässern sowie der können zu einer nachhaltigen Störung des empfindlichen führen.

Australien reagierte auf die Gefährdung seiner .

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Turtle06.jpg|Meeresschildkröte am
Coral Outcrop Flynn Reef.jpg|Steinkorallen im
</gallery>

Im Bereich der Hauptlandmasse treten dagegen deutliche saisonale Klima-Unterschiede hervor. Wetterbestimmend sind hier hauptsächlich drei Phänomene, der tropische , die und die subpolaren Westwinde. Im Sommerhalbjahr von November bis April treten im Norden aufgrund eines s starke Regenfälle auf. Zusätzlich kommt es über der zu . Südaustralien liegt zu dieser Zeit im und bleibt weitgehend niederschlagsfrei. Im Winterhalbjahr, Mai bis Oktober, bleibt dagegen der Norden aufgrund eines s trocken, Süden und Südwesten des Landes liegen in der und sind Niederschlägen ausgesetzt. Südostpassatwinde bringen den Gebirgen des Ostens ganzjährig Steigungsregen.

Das Zentrum des Landes bleibt ganzjährig weitgehend trocken, 80 Prozent der Fläche Australiens sind semiaride und aride Gebiete mit weniger als 250 mm Niederschlägen im Jahr.

Südaustralien ist das bevölkerungsreichste Gebiet im Bereich des südlichen s.

Ökologie

Aufgrund seiner Größe und Lage existiert in Australien eine bemerkenswerte Vielfalt an en, von n, , n und n, über den bis zum . Diese werden durch zahlreiche und den in geschützt. Die mediterrane Südwestaustraliens wird international als geführt, da die Natur dort ? im Gegensatz zu allen anderen Festland-en Australiens ? in besonderem Maße bedroht ist. Einen einzigartigen Lebensraum bildet das 2.012 km lange . Dieses vor der Nordostküste Australiens wurde im Jahre 1981 von der zum erklärt.

Die australische Region schließt auch die indonesischen Inseln östlich von mit ein. Die Grenze zur orientalischen Zone wird dabei durch die gebildet.
Durch die lange Isolation des Kontinents konnte sich hier eine Flora und Fauna etablieren, die weitgehend unbeeinflusst von ären Entwicklungen auf anderen Kontinenten blieb. Alle rezenten Arten der kommen nur in Australien und Neuguinea vor. Der Kontinent weist außerdem die weltweit höchste Diversität an auf. Besonderheiten der Vogelwelt sind beispielsweise die , eine auf die tropischen Regionen beschränkte . Die Flora weist Ähnlichkeiten zu Florenelementen Südamerikas sowie zu Fossilfunden in der Antarktis auf, ein Hinweis auf die erst späte Trennung dieser Kontinente.

Vor allem auf dem australischen Festland gefährden durch den Menschen das ökologische Gleichgewicht. So haben , und zur Ausrottung mehrerer kleiner Beutelsäugerarten beigetragen, Huftiere zerstören den empfindlichen Boden und zur Jagd eingeführte konkurrieren erfolgreich mit den heimischen Pflanzenfressern.

Bevölkerung

Der Kontinent Australien ist mit ungefähr 28,5 Millionen Einwohnern nach der der bevölkerungsärmste.

Indigene Bevölkerung

Die indigene Bevölkerung des Kontinents setzt sich aus den und den n der Hauptlandmasse, den sowie den Völkern Neuguineas und der vorgelagerten Inseln zusammen. Diese Gruppen bilden jedoch keine einheitlichen Kulturen, sondern bilden eine Vielzahl von sprachlich und kulturell abgrenzbaren Einheiten. Namentlich die Bevölkerung Neuguineas gilt als eine der heterogensten der Welt. Während in Papua-Neuguinea weiterhin ein Großteil der Bevölkerung und auch in Westneuguinea noch fast die Hälfte der Einwohner indigenen Ursprungs ist, stellen die Aborigines nur noch knapp zwei Prozent der australischen Bevölkerung. Die Tasmanier wurden nach der Besiedlung durch die Europäer fast vollständig vernichtet.

Einwanderung

Aufgrund der unterschiedlichen der australischen Regionen sind auch die Einwanderungsmuster sehr verschieden. So ist die Mehrheit der Bevölkerung des australischen Bundes , seit den 1970er Jahren nimmt jedoch die Zuwanderung aus dem Raum zu. In Papua-Neuguinea hat Einwanderung nie eine bedeutende Rolle gespielt, während das -Programm der indonesischen Regierung zur Umsiedlung von etwa 1,2 Millionen Menschen, vor allem aus und , nach Westneuguinea geführt hat.

Sprachen

In Neuguinea sind weiterhin mehrere hundert Papua-Sprachen verbreitet, als Verkehrssprache hat sich hier jedoch durchgesetzt. Amtssprache Australiens und Papua-Neuguineas ist , in Westneuguinea .

Religion

Die Mehrheit der Bevölkerung gehört Religionsgemeinschaften an (79 %), vor allem in Papua-Neuguinea ist der Anteil mit 96 % aufgrund erfolgreicher sehr hoch. Die Ausübung des Glaubens erfolgt bei den indigenen Völkern jedoch häufig in Kombination mit mit Hintergrund. In Westneuguinea stellen e etwa 20 % der Bevölkerung, vor allem indonesische Einwanderer.

Geschichte

? ''Zur Geschichte des Commonwealth of Australia siehe ''

? ''Zur Geschichte Ozeaniens siehe ''

? ''für einen zeitlichen und geographischen Gesamtüberblick siehe ''

Besiedlung

Der australische Kontinent wurde vor mindestens 50.000 bis 60.000 Jahren von Südostasien aus besiedelt. Bis vor 35.000 Jahren hatte sich die Bevölkerung über die kontinuierliche Landverbindung bis nach Tasmanien ausgebreitet. Die ersten menschlichen Gemeinschaften besiedelten vermutlich die Küste. Vor etwa 30.000 Jahren entstanden dann auch die ersten Siedlungen im Hochland Neuguineas.

Entdeckung

mini|hochkant=1.35|Erkundungen europ�ischer Entdecker 1600?181269

Schon im Altertum ist von einem südlichen , wie ihn im 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. als '''' ( für ''unbekanntes südliches Land'') erwähnt, ausgegangen worden, als nötiges Gegengewicht zur Landmasse auf der Nordhalbkugel. Doch die Vorstellung, dass überall in den eine lebensfeindliche Hitze herrsche, die ihre Überwindung unmöglich mache, unterband zunächst ernsthafte Versuche einer Erforschung der südlichen Hemisphäre. Der Name Australiens ist vom lateinischen Namen des unbekannten südlichen Landes der antiken Gelehrten abgeleitet.

Im 15. Jahrhundert durchquerten im Jahr 1545 wurden von dort Edelhölzer und andere Luxusgüter nach Europa verschifft.

Der Hauptteil des Kontinents wurde im Jahr 1606 durch den entdeckt. In den folgenden Jahrzehnten erreichten weitere niederländische Handelsschiffe die australische Nord- und Westküste, maßen dieser Entdeckung jedoch keine besondere Bedeutung bei. Im Jahre 1642 entschloss sich die jedoch zur Erforschung des Kontinents. Dabei entdeckte das heutige Tasmanien. In einer Expedition unter ab 1696 wurden weite Teile der Westküste kartografiert. Da die Landschaft aber trocken und unfruchtbar wirkte, zeigten die Niederländer kein Interesse, ?Neu-Holland? zu .

Das Innenland Australiens, das sogenannte , wurde erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts von weißen Siedlern erforscht. Zu den frühen n zählte , der von 1828 bis 1830 das Flusssystem von und erkundete. Andere Entdeckungsexpeditionen scheiterten. So starb der Naturwissenschaftler bei dem Versuch, den Kontinent von Osten nach Westen zu durchqueren. Erst ein Wettstreit zwischen den Kolonien und führte schließlich zu erfolgreichen Expeditionen zur Durchquerung Australiens. Melbourne lobte 1859 für eine Durchquerung bis zur Nord- oder Nordwestküste 2000 aus, worauf Victoria 1860 6000 Pfund für eine eigene Expedition bereitstellte. verließ daraufhin am 20. August 1860 mit 26 n ausgerüstet Melbourne. Am 10. Februar 1861 musste Burke nur wenige Kilometer vor dem umkehren. Burkes Konkurrent hingegen gelang als erstem Europäer in den Jahren 1860 bis 1862 die Durchquerung Australiens. Seine Route verlief von bis nach .

Kolonisation

Am 28. April des Jahres 1770 erreichte in der die fruchtbare Ostküste und nahm Teile des Landes als für in Besitz. Diese war als geplant. Die ersten Schiffe mit Siedlern und Sträflingen trafen am 26. Januar 1788 in Sydney Cove ein. Bis 1836 wurden weitere Kolonien gegründet, die das gesamte Australien, abgesehen von unter britische Kontrolle brachten.

1828 begann mit dem Erwerb der Halbinsel durch die Niederländer auch die Kolonisation Neuguineas. Den Rest der Insel teilten 1884 die Niederlande, und das unter sich auf. Der Westteil ging an die Niederlande, Großbritannien erhielt den Südosten, Deutschland den Nordosten. 1906 wurde der britische Teil an Australien übergeben, der deutsche Teil ging 1919 unter australische Kontrolle.

Unabhängigkeitsbestrebungen

Zwischen 1855 und 1890 erhielten die einzelnen britischen Kolonien des Hauptkontinents das Privileg des ''Responsible Government'' und damit eine größere Unabhängigkeit vom . London behielt allerdings vorerst die Kontrolle über Außenpolitik, Verteidigung und Außenhandel. In den Kolonien begannen die Planungen für einen Zusammenschluss der Einzelstaaten.

Am 1. Januar 1901 formierten sich die einst voneinander unabhängigen Kolonien des Festlands mit Tasmanien zum Commonwealth of Australia. Am 26. September 1907 erhielt der Australische Bund mit dem status die nahezu vollständige Unabhängigkeit vom Mutterland Großbritannien. Damit konnte die Innenpolitik Australiens nach eigenen Wünschen gestaltet werden, während die Außenpolitik noch vorrangig vom britischen Foreign Office geführt wurde. Erst mit dem erhielt der Staat Australien formell seine vollständige Unabhängigkeit. So wurde z. B. der nicht von Australien erklärt, aber den (1919) konnte es schon unterschreiben.

Während des wurde der Norden Neuguineas von 1942 bis 1945 von besetzt. Auch das australische Festland war in dieser Zeit von japanischer Invasion bedroht.

Indonesien, seit 1949 unabhängig, erhob Anspruch auf den Westteil Neuguineas, dieser blieb aber vorerst niederländisch. 1957 begannen die Niederlande und Australien, Pläne für die Unabhängigkeit eines vereinigten Neuguineas in den 1970er Jahren zu entwickeln. 1961 wurde eine Versammlung in abgehalten und ein Parlament, der ''Nieuw Guinea Raad'', eingeführt. Indonesien marschierte daraufhin ein und begann etwas später, die Papua aus Gebieten zu vertreiben, in denen Siedler aus Indonesien angesiedelt werden sollten. 1963 wurde Westneuguinea offiziell indonesische Provinz. Trotz fortlaufender Autonomiebestrebungen erkennt Indonesien die Unabhängigkeit der Provinz bis heute nicht an. Der östliche Teil der Insel erhielt 1975 die vollständige Unabhängigkeit von Australien.

Das Commonwealth of Australia

Australien trat dem 1920 gegründeten als Gründungsmitglied bei. Dies erlaubte es, dass ein Völkerbundsmandat für die ehemaligen , den nordöstlichen Teil Neuguineas, und dem an Australien ging. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Australien Mitglied im .

Australien war militärisch nicht nur an den beiden Weltkriegen, dem Korea-Krieg und dem Vietnam-Krieg beteiligt. Während des ''malaiischen Ausnahmezustandes'' () (1948?1960) entsandte Australien im Jahre 1955 Truppen. Auch bei der anschließenden '''' (1962?1966) waren ab 1965 auf malaysischen Wunsch australische Soldaten beteiligt.

Ein weiterer Truppeneinsatz von großer Bedeutung war 1999 die Teilnahme an der internationalen Friedenstruppe in , die zur Unabhängigkeit Osttimors von Indonesien führte.

Papua-Neuguinea

In der östlichsten Insel des Staates, , entzündete sich 1988 durch eine abgelehnte Forderung nach Entschädigung für die von einer Kupfermine verursachten Umweltschäden ein Bürgerkrieg. Dabei sollen etwa 20.000 Menschen zu Tode gekommen sein. 1990 zog sich die Regierungsarmee zurück und verfügte eine Blockade der Insel. 1992 marschierten dann Regierungstruppen wieder ein, aber erst 1997 kam es zu einem Waffenstillstand und zu Verhandlungen, die 2001 mit einem Friedensabkommen erfolgreich beendet wurden.

Wirtschaft

Bodenschätze

An Bodenschätzen finden sich Gold, Silber, Diamanten, Steinkohle, Eisenerz, Bauxit, Kupfer, Nickel, Zinn und Uran. Im Jahre 2002 waren 55 % aller Exporte des Staates Australien Rohstoffexporte, wobei Kohle mit 11,1 % das wichtigste Exportprodukt war. Für Papua-Neuguinea war der Rohstoffexport noch wichtiger, er belief sich auf 70 % bis 80 % der gesamten Exporte. Die wichtigsten Rohstoffprodukte waren Gold, Erdöl und Kupfer. In Westneuguinea liegt die größte Kupfermine der Welt. Daneben gibt es noch Goldminen und speziell der Holzhandel ist von großer wirtschaftlicher und ökologischer Bedeutung.

Landwirtschaft

Ackerbau kann im Staat Australien nur an den Küsten betrieben werden, wobei selbst die besten Flächen, so z. B. die vorwiegend im Südosten liegenden -Gebiete, gelegentlich künstlich bewässert werden müssen. Aus diesem Grund liegt der Hauptanteil der Landwirtschaft in der extensiven Viehhaltung.

Mit etwa 100 Millionen en im Jahr 2003 werden 25 Prozent der Weltproduktion an Wolle in Australien erzeugt. Die Schafe weiden in den noch teilweise fruchtbaren Gebieten des auf Farmen mit im Durchschnitt 3.000 Tieren, wobei einzelne Farmen auch über 100.000 Tiere beherbergen. Daneben ist auch die Produktion von und Schaffleisch von wirtschaftlicher Bedeutung. Fast die gesamte Produktion an Merinowolle stammt heute vom . Die Landwirtschaften Papua-Neuguineas und Westneuguinea sind hauptsächlich auf den lokalen Bedarf ausgerichtet.

Politik

Der Staat Australien

 ist zurzeit K�nigin Australiens und damit das Staatsoberhaupt Australiens. Als ihre Vertretung gibt es einen  und je einen Gouverneur f�r die sechs Staaten Australiens.

Neben den engen außenpolitischen Beziehungen, welche mit der Mitgliedschaft im Commonwealth of Nations verbunden sind, pflegt Australien intensive politische und militärische Kontakte mit den USA. Als Folge des es entstand 1952 das . In diesem wurde militärische Unterstützung auf Gegenseitigkeit zwischen USA, Australien und Neuseeland vereinbart. Der erste Ernstfall waren die , was zur australischen Beteiligung mit anfänglich 2.000 Soldaten am und 300 Kommandosoldaten am führte.

Die militärische Beteiligung Australiens an der indonesisch-malaysischen Konfrontation führte 1971 zur Gründung des (FPDA) zwischen Großbritannien, Australien, Neuseeland, Malaysia und Singapur, welches vorsieht, dass die drei Erstgenannten den beiden südostasiatischen Staaten im Falle eines Angriffs zu Hilfe kommen. Seit 1997 führen die See- und Luftstreitkräfte der fünf Länder regelmäßig gemeinsame Manöver durch.

Nach dem und dem verstärkte sich die Kooperation mit Indonesien in Sicherheitsfragen.

In der Handelspolitik vertritt Australien seine Interessen verstärkt zugunsten seiner exportorientierten Rohstoffindustrie. Dazu gehören beispielsweise die Nicht-Ratifizierung des und die vielen Streitigkeiten mit der im Rahmen der . Auch durch die Mitgliedschaft in der , die im pazifischen Raum eine einrichten will, versucht Australien seine Interessen zu vertreten.

Zwischen Neuseeland und Australien besteht seit 1983 ein Freihandelsabkommen, genannt, welches einen freien Arbeitsmarkt einschließt. Dadurch ist ein fast vollständig freier Markt von etwa 22 Millionen Menschen entstanden. Mit China spricht Australien über eine Freihandelszone, da so der chinesische Rohstoffbedarf und der australische Bedarf an günstigen Konsumgütern kostengünstig gedeckt werden könnte.

Papua-Neuguinea

Elisabeth II. ist das Staatsoberhaupt von , vertreten durch einen Generalgouverneur. Das Land ist seit seiner Unabhängigkeit von Australien 1975 Mitglied im Commonwealth of Nations und seit 1993 in der APEC. Zu den Staaten und abhängigen Gebieten Ozeaniens bestehen politische Bindungen durch die Mitgliedschaft in der und dem .

In , der östlichsten Insel des Landes, gab es 2005 Wahlen zur ersten autonomen Provinzregierung, wodurch der Bürgerkrieg dort vorläufig befriedet ist. Erst mit dem vereinbarten Referendum über eine Unabhängigkeit der Insel wird das Thema dann endgültig geklärt sein.

Westneuguinea

  • (bis 2002 Irian Jaya) ist in die Provinzen und geteilt.

Bewaffnete und unbewaffnete Unabhängigkeitsbewegungen engagieren sich für eine Unabhängigkeit des Gebietes von Indonesien. Seit 2002 gilt ein Autonomiegesetz für die Region, das erstmals eine Interessenvertretung für Papua institutionalisiert und einen größeren Teil der vor Ort erwirtschafteten Gewinne aus dem Holzhandel und den Bergbaubetrieben den Bewohnern zugutekommen lässt. Allerdings steht das Gesetz bisher nur auf dem Papier.

Siehe auch

Weblinks

Literatur

  • Robert Hall: ''The plate tectonics of Cenozoic SE Asia and the distribution of land and sea.'' In: Robert Hall, Jeremy D. Holloway (Hrsg.): ''Biogeography and Geological Evolution of SE Asia.'' Backhuys Publishers, Leiden (Niederlande) 1998, S. 99?131

Einzelnachweise

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